Nachtbuskonzept Sense

Nachtbus
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Ein wichtiges Anliegen des Vereins Jugend & Politik Sense ist, die Forderungen der Sensler Jugend an die Politik heranzutragen. Und da steht das dürftige Nachtbusangebot nach und vor allem von Freiburg an vorderster Stelle. Denn wenn wir am Wochenende nach Freiburg in den Ausgang gehen wollen, dann sind wir praktisch auf jemanden, der mit einem Privatauto fährt (und nicht trinkt) oder auf ein teures Taxi angewiesen; wenn wir nicht schon vor Mitternacht wieder heim wollen.

Während knapp einem Jahr haben wir deshalb intensiv an einem besseren Abend- und Nachtbuskonzept für den Sensebezirk gearbeitet. Dies sind die wichtigsten Neuerungen, die unser Konzept vorsieht:

  • Zusätzliche Abendbusse auf allen Busstrecken mit Ankunft in Freiburg an zwischen 20:00 und 20:30 Uhr (Freitag u. Samstag)
  • Zusätzliche Nachtbusse für ALLE Gemeinden des Sensebezirks mit Abfahrt Freiburg ab 02.00 Uhr (Freitag- und Samstagnacht)

Finanzierung durch Nutzer und Gemeinden

Uns ist klar, dass gerade die zusätzlichen Nachtangebote nicht gratis sind. Wir schlagen daher einen Wechsel zum MOONLINER-System vor. Bei diesem System übernehmen die Gemeinden den Fehlbetrag bis zu einer maximalen Höhe, falls die Einnahmen aus dem Billettverkauf nicht den gesamten Aufwand abdecken. Zudem gelten in den MOONLINER-Bussen keine Abonnemente. So werden die Nachtbusse von jenen finanziert, die sie brauchen.

Nachtbusangebot als Teil der Jugendarbeit

Wir finden, dass junge Erwachsene in der heutigen Jugendarbeit oft vergessen gehen. Wir brauchen keine Jugendräume mehr, sondern attraktive Verbindungen nach Freiburg, wo wir in den Ausgang gehen. Im Vergleich zu den bernischen Nachbarsregionen ist der Sensebezirk hier klar schlechter gestellt.

Aus unserer Sicht ist es sinnvoller, den jungen Erwachsenen einen Nachtbus anzubieten, anstatt sie mit Privatautos in den Ausgang fahren zu lassen. Erstens ist es nicht immer einfach ein Auto zu organisieren, geschweige denn einen Parkplatz in der Stadt zu finden und zweitens besteht bei Junglenkern, die nach dem Ausgang nach Hause fahren, eine massiv erhöhte Unfallgefahr, da sie oft übermüdet sind oder sogar unter Alkoholeinfluss stehen. Nachtbusse bieten mehr Sicherheit und leisten ausserdem einen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität.

Wie weiter?

Um das Konzept in die Tat umzusetzen, haben wir dem Präsidenten der Region Sense, Oberamtmann Nicolas Bürgisser, den Vorschlag gemacht, eine Arbeitsgruppe zur Prüfung und Erarbeitung eines Nachtbusangebots einzusetzen. Des Weiteren hat die JPSense den Vorsteher der Umwelt-, Raumplanungs- und Baudirektion, Staatsrat Maurice Ropraz, gebeten, den Öffentlichen Verkehr am Abend (Freitag u. Samstag) auszubauen.

Das vollständige Konzept konnt ihr hier als PDF herunterladen.

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen, Verbesserungsvorschläge und Fragen. Hier geht’s zu Kontaktformular.